Nachlese zur #Webcific

Di, Okt 20, 2009

Communication

Alles ist in Bewegung, um nicht zu sagen in Aufruhr. Die Verhältnisse ändern sich rasend schnell. Selbst wenn man den Hype um die Sache gedanklich abzieht. Dieses Gefühl war mit Händen zu greifen auf der Webcific, die in Vorfeld der discuss & discover stattfand. Das Webcific-Leitthema: Herausforderungen und Problemfelder im Zeitalter des Web 2.0 und von Social Media für Journalisten, Verlage, Werbetreibende und PR.

Ich selbst habe mich dort aus guten Gründen vor allem mit dem Thema PR 2.0 beschäftigt, habe z.B lange bei der Session mit Tapio Liller reingehört. Hier war für mich vor allem die Frage interessant, wie sich die Akzeptanz für ein Corporate Blog intern und extern erhöhen lässt. Schließlich stehen wir mit dem Cirquent Blog vor der nächsten qualitativen Zündstufe, nachdem wir in den vergangenen anderhalb Jahren auch viel Zeit zum Üben und Lernen hatten.

Den größten Nachhall in meinem Hirn aber fand die Bemerkung des Kollegen Thomas Sprenger in der Session von Heike Bedrich. Er sagte, dass Unternehmen in Zeiten des Print-2-Online-Shifts sowie des Mediensterbens viel stärker als bisher ein publizistisches Selbstverständnis entwickeln müssen , ihre Inhalte zunehmend selbst schaffen müssen. Die Voraussetzung für den Erfolg sei dabei: Die Geschichten, die erzählt werden, müssen relevant sein und Substanz haben. Auch wenn dies in punkto Messbarkeit (Stichwort Reichweite) eine “Zumutung für Entscheider” sei, so Sprenger. Mir wurde das Thema “Messbarkeit” sowieso in vielen Sessions übertrieben betont. Aber das Web mit all seinen Möglichkeiten verleitet natürlich auch dazu…

Das mit der guten Story galt natürlich auch in den guten alten Zeiten (wann waren die nochmal?), aber heute gilt es mehr denn je. Wenn man gehört werden will da draußen. Das Berufsbild des PRlers verändere sich entsprechend hin zum “Kommunikationsarbeiter”, meinte dazu Horst Höfflin von Haffa & Partner. Von meinem Vorschlag “Social Media Manager” war das Plenum eher nicht so begeistert. :-)

Insgesamt hat sich der Besuch der Webcific auf jeden Fall gelohnt! Hier die Twitter-Timeline der Webcific.

Morgen ist übrigens Cirquent dran mit einem Beitrag auf der Bloggerlounge. Wir freuen uns, wenn ihr vorbeischaut!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Meike Leopold

Meike Leopold - schrieb 128 Beiträge im Cirquent Blog.

Zuständig für die Public Relations bei Cirquent - Um die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens kümmert sich die studierte Literaturwissenschaftlerin seit über zwei Jahren. Zuhause taucht sie am liebsten in die Welt der Bücher ab oder joggt eine Runde an der Isar. Meike Leopold on Twitter: http://twitter.com/Leopom

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2 Responses to “Nachlese zur #Webcific”

  1. Barbara Schieche
    Barbara Schieche Says:

    Dass die Geschichten relevant sein müssen, nämlich für die Zielgruppen, und Substanz haben müssen (wen interessiert schon weichgespültes Marketinggewäsch?) ist meines Erachtens nicht neu für die PR-Schaffenden. Neu ist lediglich das Kommunikationsmedium – da kann es sich kein Kommunikationsprofi leisten, die Augen davor zu verschließen und zu hoffen, dass das mit dem Web 2.“ sich hoffentlich bald wieder mal legt. Nein, „Social Media geht nicht mehr weg“, wie Tobias Russ von Engel & Zimmermann neulich auf seinem Vortrag auf der TweetAkademie so nett formulierte. Jedoch ändert das nichts daran, dass man sich nach wie vor überlegen muss, welche Botschaft für welche Zielgruppen relevant und interessant ist. Dass sich dazu das PR-Instrument Pressearbeit nicht mehr so eignet wie noch vor 10 oder 15 Jahren – das sollte meiner Meinung nach inzwischen jeder gemerkt haben, der sich PR-Profi schimpft. Für die Unternehmen heißt das: Besser einen Social Media Manager im Haus als einen Pressesprecher :-)


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