Das Social Web ist in aller Munde. Ob Twitter, Facebook, studiVZ, Xing oder Kununu – 65 Prozent der deutschen Internetnutzer sind bereits Mitglied in einem Social Network. Macht es da nicht vielleicht Sinn, das Social Web als alternatives Recruiting-Tool zu verwenden? Fakt ist, dass wir in jedem Fall sehr viele Menschen erreichen. Auch die, die nicht aktiv nach einem neuen Job suchen.
Aktuell machen sich sehr viele Unternehmen Gedanken darüber, in welcher Form das Social Web für Recruiting- oder Brandingzwecke genutzt werden kann. So auch wir. Den Job-Marktplatz bei Xing zu nutzen ist nichts Neues, jedoch waren die Erfolgsaussichten nach unseren ersten Tests eher bescheiden. Bei Facebook können Mitglieder Jobs ihres Arbeitgebers posten oder die „Jobs for friends“ – Funktionalität nutzen. Ganz klar ist das Unternehmen in diesem Fall auf das Engagement der eigenen Mitarbeiter angewiesen. Voraussetzung dafür ist eine hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber.
Oder aber das Unternehmen richtet sich selbst ein Profil auf Facebook ein. Alternativ könnten wir Videos über Mitarbeiter-Porträts bei Youtube veröffentlichen oder unsere Jobs twittern. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Aber was macht wirklich Sinn und was stößt auf Akzeptanz? Möchten die Mitglieder von Facebook, für die diese Plattform eher ein privates Netzwerk ist, Berufliches mit Privatem vermischen? Für mich persönlich ist die Antwort ganz klar: Nein.
Aber schauen wir doch erstmal, was bereits über Cirquent im Web kursiert. Sicher ist, dass das soziale Web uns als Arbeitgeber so transparent wie nie zuvor macht. Denn, geredet wird, ob mit oder ohne Beteiligung des Unternehmens. Die Kraft der Mundpropaganda ist nicht zu unterschätzen und kann im negativen Fall die Arbeitgebermarke schädigen. Zum Beispiel bewerten Mitarbeiter ihr Unternehmen auf einer Arbeitgeberbewertungsplattform, Kununu, hinsichtlich verschiedener Kriterien, wie zum Beispiel Kollegen, Arbeitsatmosphäre, Image oder Weiterbildung.
Das zeigt erneut deutlich, dass man sich als Unternehmen nicht vor dem Social Web verschließen kann und darf.
Wo ich gerade beim Thema bin: Zwitschern soll ja dumm machen. Diese These stammt von der Psychologin Tracy Alloway aus Schottland. Alloway ist überzeugt davon, dass Twittern durch die Knappheit „die Aufmerksamkeitsspanne reduziert [...], das Hirn nicht angeregt…“ und somit die Entwicklung des Arbeitsgedächtnisses gehemmt wird. Facebook dagegen mache seine Nutzer klüger, weil das Gehirn durch die Komplexität mehr gefördert wird. Ob dem wirklich so ist?



14. Oktober 2009 at 17:13
Das Social Web eignet sich unserer Meinung nach hervorragend als Recruiting-Tool…allerdings ist z.B. die ausschließliche Suche auf Xing sicher nicht bei allen Berufsgruppen erfolgsversprechend. Ein Arzt, ein Programmierer oder ein Elektriker hat wohl eher selten ein Xing-Profil angelegt…in geschlossen Netzwerken findet man halt nur diejenigen Personen, die dort auch ein Profil unterhalten…
Wir haben zwei Services, die sich an Recruiter richten…ich würde mich freuen, wenn Sie mal einen Blick riskieren:
1) Der Personen-Finder auf http://www.yasni.de/search, mit dem sich Personen anhad von bestimmten Begriffen wie Firma, Ort oder Beruf finden lassen! Anders als bei den gängigen Suchmaschinen liefern wir Personen als Ergebnis, und nicht Links zu Unternehmen…
2) Der Yasni PremiumCheck speziell für Personaler: http://www.yasni.de/premiumcheck
Alle passenden Bewerber finden, Background-Recherche zu Kandidaten im Unsichtbar-Modus, PDF-Export…bei Interesse lasse ich Lesern des Beitrags gerne einen Gutschein zum kostenlosen Kennenlernen des PremiumChecks zukommen.
14. Oktober 2009 at 11:48
Ich persönlich sehe das Social Web nicht als Recruiting Tool, sondern viel mehr als Medium, welches in diesem Zusammenhang immer stärker an Bedeutung gewinnen wird. Um die nächsten Generationen von Mitarbeitern zu erreichen, wird sich ein Unternehmen hier über kurz oder lang positionieren müssen. Es ist schön zu sehen, dass Cirquent diesen Einstieg nicht verpassen wird.