Oder nur ein weiterer Verlautbarungskanal?
Also heute muss ich mich mal aufregen: Von den Umgangsformen einiger Twitterer, die hinter den Accounts von teilweise großen (IT-)Firmen stecken, bin ich wenig begeistert. Die Mehrzahl haut weiterhin in gewohnter Einbahn-Manier ihre Infos raus, ohne nach links und rechts zu twittern. Da kann ich nur sagen: die Kollegen haben den Schuss nicht gehört. Diese Studie von Zucker zum Einsatz von Twitter in Unternehmen bestätigt mich in meiner Wahrnehmung.
Leider werden für solche Untersuchungen meist nur die großen Konzerne unter die Lupe genommen. Dass es auch Mittelständler wie uns gibt, die sich in den Social Media gar nicht so übel schlagen, kommt wie üblich zu kurz. Wir arbeiten natürlich daran, dass sich das ändert.
Übrigens: auch unter den Twitter-Gurus, seien sie nun wahrhaft evangelistisch oder eher selbst ernannt, ist durchaus ein Hang zur Selbstbezogenheit zu beobachten. Hauptsache, sie bringen ihre eigenen Botschaften unters Twitter-Volk…
Andrew Baron regt sich derweil über die User-feindliche Oberfläche von Twitter auf. Mag sein, aber ich persönlich finde Facebook nicht viel selbsterklärender…Interessant: War Twitter bislang eher den “Oldies” im Netz vorbehalten, holen die Jüngeren hier inzwischen auf, berichtet der PR-Blogger. Hier können sich besorgte Eltern gleich schlau machen, wie sie ihre Sprösslinge über Twitter “verfolgen” können. Das kommt dann dabei raus.
Und noch gaaanz wichtig: Big Blue hat sich Gedanken darüber gemacht, wie Couchpotatoes automatisch twittern können.
Social Media: Unternehmen hinken weiter hinterher
Kein Zweifel, auf Twitter & Co. wird viel geredet über Social Media. Dennoch ist das Thema noch nicht so richtig angekommen in der Business-Welt. Dieses nette Plädoyer von Christ Brogan dürfte allen Unentschlossenen immerhin Mut machen, im Online-Pool mitzuplanschen, dessen Regeln ohnehin niemand richtig kennt. Hier bei “off the record” gibt es noch ein paar Beispiele aus der Praxis zur Anregung. Ist Social Media eine neue Form der Zigarettenpause? fragt die Karrierebibel und rät davon ab, den Zugang zu den entsprechenden Seiten am Arbeitsplatz zu verbieten.
Das Internet hat nachweislich einen hohen Einfluss auf Kaufentscheidungen im B2B-Bereich. Aber auch auf diesem Gebiet haben Unternehmen einen enormen Nachholbedarf, sagt das IFOM-Online-Klima. (was ja wiederum auch eine gute Botschaft für all die ist, die mit Kommunikationsberatung ihr Geld verdienen.
)
Bei all den Hausaufgaben kann es dem Corporate PRler ja ganz anders werden. Ich wende mich jetzt erstmal der Web Site Story zu und entspanne ein wenig.
PS: Allen Kollegen, die auf der #kk09 sind, wünsche ich viel Vergnügen!



9. Oktober 2009 at 11:26
Hallo Holger, sehr guter Hinweis, danke. Ich denke, das werden wir bald mit einbauen hier. Viele Grüße, Meike
9. Oktober 2009 at 01:34
Hallo MEike,
ich hab grad mal im Quellcode nachgeschaut, weil ich wissen wollte, warum der link zu dir nicht geht: vor deiner twitterAdresse fehlt der tag.
So schauts aus:
… http://twitter.com/Leopom...
Und wärs mMn richtig:
……
Ich mach das jetzt so: http://twitter.com/Leopom
dann schick ich die Mail ab, und kann dir von hier commodichst twittern.
Tschüß Meike, Holger H.D.
9. Oktober 2009 at 00:57
Hallo Mike.
Dein Artikel ist aufschlussreich – konsequent hätte ich dich aber antwittern können ‘müssen’, denn diese Un-Möglichkeit des direkten Kontaktes vermisst du doch zu Recht bei den Etablierten.
Nun, dann -fast schon wieder antiquiert- per digitaler Schnepo.
Tschüß, Holger H. D.
PS: Meet me on Twitter: http://twitter.com/honigkeller