Blick auf die Blogger-Szene

Do, Jul 30, 2009

Communication

Blick auf die Blogger-Szene

Totgesagte leben länger. Das gilt auch für die Welt der Blogs, die zwischendurch schon für überflüssig oder gar veraltet erklärt wurde, weil Twitter als neuer Stern am Social Media Himmel aufgegangen war. Im Gegenteil hat sich der rege Austausch im Twitterversum vermutlich eher positiv ausgewirkt auf das Bloggen, da eine (kritische) Reflektion der Inhalte aus den Ummengen von 140-Zeichen-Botschaften mitunter dringend notwendig ist. Außerdem wimmelt es in den vielen Tweets natürlich nur so von spannenden Themen, über die sich durchaus ein, zwei Sätze mehr sagen lassen als auf Twitter. Your Blog is your brand, heißt es hier sogar!

Von sich reden gemacht hat jüngst beispielsweise das Pons-Blog. Es ist Bestandtteil einer größeren Kampagne, die das Internetportal des Wörterbuchanbieters bekannter machen soll. Im Rahmen der Kampagne wurden ca. 100 Blogger, die sich vor allem mit Sprache und Text befassen, “geponst”. Das bedeutet, sie bekamen ein richtiges Schulheft zugeschickt mit einem korrigierten und benoteten Beitrag aus ihrem Blog. Das kam sichtlich gut an, beispielsweise beim Basic Thinking Blog. Oder bei Wort gestalten. Natürlich wurde das Ganze auch über Twitter bekannt gemacht. Fazit: eine schöne Aktion!

Und dann habe ich noch zwei interessante Blogeinträge gefunden rund um die Themen Wissensmanagement bzw. Enterprise 2.0.  Die Blogpiloten meinen: “In der Praxis liegen solche Projekte irgendwo im Intranet brach. Das gelang, weil man diese Maßnahmen in einer Exceltabelle so herrlich einem Budget zuordnen kann. Denn ein Manager läßt sich zu jeder Vokabel ein paar Softwaretools und einige Maßnahmen verschreiben und erwartet dann sehnsüchtig den ROI (Return of Investment). Findige Wissenschaftler – zumeist aus der verhassten Szene der Magister und anderer Geisteswissenschaftler – haben dann festgestellt, dass Wissen gar nicht in Paketen wie die Rohrpost durch das Unternehmen geschickt werden kann. Auch dann nicht, wenn statt der Rohrleitungen und Druckluft einfach Datenbanken, Monitore und Tastaturen eingesetzt werden. ”

Nicht ganz unrichtig, auch wenn die Geisteswissenschaftler hier ordentlich ihr Fett abbekommen :-( .

Interessant auch ein Beitrag aus dem Knowledge Garden. Ein Zitat daraus: “Hierarchische Organisationen haben (…) eine gravierende Schwäche. Das Arbeiten in Abteilung beschränkt Perspektiven und schürt Besitzstandsdenken. Kompetenzen eines Mitarbeiters haben im Einklang mit der Abteilung zu stehen bzw. werden so gesehen. Die fachliche „Einschränkung” und formale Aufbauorganisation fördert  das Prinzip – Wissen ist Macht.” Der Ansatz des Enterprise 2.0 könne helfen, solche Strukturen aufzulockern, so der Autor Dieter Josten.

Auch darüber lohnt es sich nachzudenken, finde ich.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Meike Leopold

Meike Leopold - schrieb 128 Beiträge im Cirquent Blog.

Zuständig für die Public Relations bei Cirquent - Um die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens kümmert sich die studierte Literaturwissenschaftlerin seit über zwei Jahren. Zuhause taucht sie am liebsten in die Welt der Bücher ab oder joggt eine Runde an der Isar. Meike Leopold on Twitter: http://twitter.com/Leopom

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2 Responses to “Blick auf die Blogger-Szene”

  1. Meike Leopold
    Meike Leopold Says:

    Hi Marcus, aber Zeit verschwenden kann ja auch mal schön sein, finde ich. :-) Wenn man z.B. einfach wissen will, was die Freunde oder die Familie so treiben. Gerade wenn sie ganz woanders wohnen. Da kann Twitter schon helfen, weil man dann trotzdem weiß, was sie gerade so machen.

  2. marcus
    marcus Says:

    ich bin schon dabei twitter entdecken, was so ist, habe bisher nichts gefunden was so nützlich für die normalen menschen ist. das ist eher so wie zeit verschwendung.


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